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Das Auge |
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Fehlsichtigkeit |
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Das
Auge ist das wichtigste Sinnesorgan des
Menschen. Über 90% aller Sinneswahrnehmungen
werden über unsere Augen aufgenommen.
Dabei ist das Auge eines der kleinsten
Organe. Es ist von annähernd kugeliger
Gestalt, im Mittel 23,5 mm lang und nur
wenige Gramm schwer.
Das
Auge wird durch elastische Bänder
und Fettpolster in seiner Lage gehalten
und durch sechs verschiedene Muskeln,
die zugleich die schnellsten und stärksten
des ganzen Körpers sind (relativ
zu ihrer Größe), in der Augenhöhle
bewegt.
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Die
Hornhaut
und Linse bilden zusammen den optischen Apparat
des Auges, vergleichbar dem Objektiv eines
Photoapparates. Zur Gesamtbrechkraft, die
beim “Normalauge” 57-60 dpt (dpt
= Dioptrien = 1 / Brennweite [m]) beträgt,
trägt die Hornhaut mit 43-45 dpt am meisten
bei. Die Hornhaut ist ca. 0,5 mm dick und
hat eine Durchmesser von 11-12 mm. Sie ist
normalerweise fast glasklar und sehr zäh
und elastisch. Die refraktive Chirurgie verändert
gezielt die Brechungsverhältnisse der
Hornhautvorderfläche, um Brechungsfehlers
des Gesamtapparates (Kurz, Weit- und/oder
Stabsichtigkeit) auszugleichen.
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Die
Linse,
die hinter der Pupille durch feine Fasern mit einem
ringförmigen Muskel verbunden ist, steuert den
Rest der Brechkraft bei. Durch Aktivierung dieses Muskels
(Ziliarmuskel) kann die Brechkraft der Linse erhöht
und das Auge damit für nahe Objekte scharfgestellt
werden. Diese Brechkrafterhöhung ist der Scharfeinstellung
eines Photoapparates analog.Die Akkomodationsfähigkeit
lässt mit zunehmendem Alter nach, so daß
die meisten normalsichtigen Menschen > 45 Jahre eine
Brille für die Naharbeit brauchen. |
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Die Netzhaut
wirkt wie der Film im Photoapparat. Lichtempfindliche
Zellen, getrennt für Rot, Grün und Blau sowie
hochempfindliche Schwarz/Weiß-Typen, nehmen das
Licht auf, bereiten das Bild grob auf und leiten es
über den Sehnerven an das Gehirn weiter. Die Hell-/Dunkeleinstellung
und Kontrastbearbeitung erfolgt größtenteils
bereits in der Netzhaut.
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Die Leistung des Gehirns bei der Weiterverarbeitung
der Bilder ist sehr hoch. Selektive Wahrnehmung, räumliches
Sehen, Bewegungssehen, Folgebewegungen, Formerkennung
etc. pp. sind reine “Gehinleistungen”.
Diese Leistungen sind nicht komplett angeboren, sondern
müssen in den ersten fünf Lebensjahren trainiert
werden. Ist dieses Traning unvollständig gewesen,
entsteht eine Schwachsichtigkeit (Ambylopie), die
nichts mit dem Auge selbst zu tun hat. Dies ist oftmals
beim Schielen und bei höhergradiger Stabsichtigkeit
der Fall.
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