Augenzentrum Am Steintor
Dr. med. Jürgen Storp - Augenarzt

Am Steintor 2 - 45657 Recklinghausen - Telefon (02361) 582060

     
 
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Der Graue Altersstar

 
 

Der Graue Altersstar – die häufigste Augenerkrankung, die operativ behandelt werden muss

 
 
 
     
 
 

In Deutschland werden jährlich über 400.000 Grauer-Star-Operationen durchgeführt. Somit ist sie hierzulande die am häufigsten praktizierte Operation: Dr. Jürgen Storp beschreibt den aktuellen Stand der Entwicklungen am Prosper Hospital Recklinghausen.

Was der graue Star ist
Der graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine bevorzugt im Alter von 60 Jahren auftretende Trübung der Augenlinse. Die Zunahme der Trübung erfolgt sehr langsam im Verlauf von Jahren und Jahrzehnten. Als Hauptursache werden Störungen der Linsenernährung angenommen, so genannter Altersstar. Der graue Star kann auch in jedem Alter auftreten.

Wie der graue Star entsteht
Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein: So kann eine Linsentrübung aus folge einer Verletzung, von Zuckerkrankheit, Entzündungen im Augeninneren oder einer Vererbung auftreten. Der angeborene, vererbte graue Star lässt sich über viele Generationen in einem Familienstammbaum verfolgen.

Beschwerden der Betroffenen mit grauem Star.
Bei einem beginnenden grauen Star wird durch die Trübung der Linse das Bild unscharf und der Betroffene nimmt sein Umfeld nur noch unscharf, matt und verschleiert war. Kontraste und Farben verblassen und das Auge wird empfindlich gegen Blendung. In der Dämmerung und in der Nacht ist das Sehen paradoxerweise häufig besser, weil die weite Pupille im Dunkeln ein vorbeischauen an begrenzten oder kleineren Linsentrübungen ermöglicht. In manchen Fällen sehen die Patienten durch die Veränderung des Linsenkerns auf dem betreffenden Auge doppelt, obwohl sie gar nicht schielen. Viele Patienten mit einem Altersstar werden durch die Trübung des Linsenkerns immer kurzsichtiger und können plötzlich in der Nähe auch wieder ohne Brille gut lesen. Im Spätstadium verschlechtert sich die Sehkraft so drastisch, dass es sogar bis zur Erblindung kommen kann. Die Graufärbung der ansonsten schwarzen Pupille wird dann für andere sichtbar.

Was der Augenarzt sieht
Der Augenarzt untersucht die Linse mit der Spaltlampe, einem Untersuchungsmikroskop. Mit dem schmalen Lichtbündel ist der Star an der milchig-gräulichen Trübung in der Pupillenebene erkennbar. Nach Bestimmung der Sehschärfe wird die Stärke der Linsentrübung danach beurteilt, ob eine Brille das Sehen noch vorübergehend verbessern kann und ob eine Operation angezeigt ist. Die Entscheidung hängt individuell von den Bedürfnissen und vom Alter des Patienten ab.

Behandlungsmöglichkeiten
Eine medikamentöse Behandlung einer beginnenden oder bereits fortgeschrittenen Linsentrübung ist weder mit Augentropfen noch mit Tabletten möglich. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass kein Medikament eine Linsentrübung stoppen, oder gar heilen kann. Die einzig sinnvolle Methode ist die Operation.

Wann eine Operation sinnvoll ist
Wenn das Sehrvermögen weniger als 50% beträgt und auch durch eine Brille nicht verbessert werden kann, ist die Empfehlung zur Durchführung einer Operation sinnvoll. Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist der vorherige Ausschluss von anderen Erkrankungen des Auges, wie zum Beispiel Netzhaut- und Sehnerv-Erkrankungen oder Schielen. Sind diese Befunde auszuschließen, ist mit modernen Verfahren die Komplikationsrate der Linsenoperationen als äußerst gering einzustufen. Bei ca. 95% der Kataraktoperationen kann bei diesen Patienten mit einer erheblichen Verbesserung der Sehschärfe gerechnet werden.

Durchführung der Operation
Die meisten Operationen werden ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Verabreichung eines Betäubungsmittels neben das Auge geschieht absolut schmerzfrei und macht den Augapfel bewegungslos. Am Prosper Hospital Recklinghausen kommt das moderne Mikroschnittverfahren zum Einsatz. Bei dieser neuen Technik mit die Hornhaut mit einem nur 2.5mm breiten Schnitt eröffnet, die getrübte Linse über diesen Zugang entfernt und eine faltbare Kunstlinse neu eingesetzt. Der kleine Schnitt ist durch seine tunnelförmige Führung selbst dichtend und muss nicht mit einer Naht versorgt werden. Der Vorteil der kleineren Schnitt-Technik liegt in der Minimierung des Infektionsrisikos und der Verkürzung der Wundheilungsphase.

Nach der Operation braucht der Patient in aller Regel keine Brille mehr für die Ferne, und kommt mit einer leichten Standardlesehilfe sofort zurecht.

Innovationen
Die neue Entwicklung geht dahin, Ideallinsen zu entwickeln, die sich wie die menschliche Linse verformen und dem Patienten ein scharfes Sehen in Ferne und Nähe gleichzeitig ermöglichen. Eine Färbung der Linsen mit einem UV-Lichtfilter und einem Blaufilter soll die Lichtempfindliche Netzhautmitte vor schädlichem Lichteinfall schützen und der Entwicklung eine Makuladegeneration vorbeugen helfen.

Wie die Prognose aussieht.
Der graue Star ist eine langsam, fortschreitende Erkrankung, die mit einer zunehmenden Verschlechterung des Sehvermögens einhergeht. Die Kataraktoperation gibt dem Frischoperierten in den allermeisten Fällen sehr schnell ein Sehvermögen zurück, das dank der Qualität moderner Intraokularlinsen und der präzisen mikrochirurgischen Operationstechnik von hoher Brillanz ist.